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Ferrari-Meeting "IN VINO VERITAS", 16.-18.9.2016

16.09.2016 00:00

Genussreise ins Piemont

Bild Legende:

Freitag, den 16. September 2016

Nach gründlicher und spannender Vorbereitungszeit, einigen Rekognoszierungen und vielen Absprachen zwischen den Organisatoren Marco und Dani hiess es endlich: Start frei, zum Ferrari Meeting "IN VINO VERITAS". Und nachdem der Anlass innerhalb weniger als einer Woche nach Publikation ausverkauft war, trafen an diesem Freitag ab 10.00 Uhr, bei herrlich schönem Spätsommerwetter, die ersten Ferrari's in Lugano ein und nach und nach gesellten sich total 47 Ferraristi in 25 Fahrzeugen zum Startpunkt des Meetings, der Loris Kessel SA in Lugano. Nach einem Willkommenstrunk und der Abgabe des Roadbooks sowie einer offiziellen Begrüssung der Teilnehmer, blieb genügend Zeit für eine Stärkung im "Check Point Cafe" bei einem Aperitivo, viel Sonnenschein und angeregten Gesprächen. Während einige in den Kellern der Loris Kessel SA verschiedene neue und exklusive sowie alte und seltene Ferraris und weitere Exoten bestaunten, machten sich die ersten startklar für die Fahrt über Mendrisio – Stabio – Novara – Alessandria – Asti – Alba – Barolo bis zum Ziel, der Villa Beccaris in Monforte d' Alba….

Pünktlich um 13.15 Uhr starteten die Motoren und im Konvoi verliessen die Ferraris das Gelände in Richtung Süden. Kaum aus Lugano, durchfuhren wir das erste Gewitter und im reduzierten Tempo bewegte sich der Konvoi über die italienische Grenze, dem Süden und der Sonne entgegen. So dauerte es nicht lange, bis die Sonne uns anstrahlte, die Autobahn dreispurig wurde und die Pferde den Auslauf mehr als genossen…

Villa Beccaris, Unterkunft des Generals
Pünktlich um 16.15 erreichte der Tross geschlossen den Zielort und die Ferraris fanden Platz in der Tiefgarage. Die Garage wurde extra geräumt, dass 25 Ferraris darin Platz finden. Nur ein kleiner weisser Panda liess sich nicht dazu überreden, die Garage zu verlassen. Er streikte beharrlich und durfte somit bleiben, als Exot und einzigartiges Fahrzeug in der Garage…

Ein Apéro stärkte unsere Lebensgeister und schon wurden die Zimmer bezogen und die Unterkunft inspiziert. Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Villa bietet einen einzigartigen Blick auf das historisch Dorf Monforte d' Alba sowie auf die Weinberge und die Landschaft der Langhe. Früher, in den Jahren um 1898 von einem General Fiorenzo Bava-Beccaris als Unterkunft für sich und seinen Stab sowie die zahlreichen Pferde ausgesucht, nutzen wir heute diese Villa als unser Hotel für die kommenden Tage. Wo früher die Pferde untergebracht waren, überliessen wir unsere Ferraris und den kleinen Panda für die kommende Nacht. Und wer weiss, in ein paar hundert Jahren heisst es vielleicht "Villa Ferraris", dort wo einst der Ferrari-Club-Switzerland sich für ein paar Tage eingenistet hat….

Aufgeteilt in zwei Gruppen spazierten wir zum nahe gelegenen Weingut "Conterno Fantino" wo wir das Gut besichtigen und verschiedene Weine degustieren durften. Bei herrlichem Wetter und toller Aussicht genossen wir die Zeit und einige tätigten bereits die ersten Weinkäufe. Mit neuem Wissen und gestärkt von Wein und Salami spazierten wir zu Fuss ins Dorf Monforte d'Alba, wo wir das Restaurant "MODA" aufsuchten. Auf der Terrasse mit herrlicher Aussicht liessen wir es uns bei einem Glas Wein und verschiedenen Apero-Häppchen gutgehen, ehe wir in einem grosszügigen Saal ein reichhaltiges Nachtessen einnahmen. Das Essen und die passenden Weine wurden sorgfältig durch das OK mit Unterstützung von Franco (herzlichen Dank, Franco für das Rekognoszieren und die Unterstützung!) ausgelesen und Marco versorgte und mit Wissen zu den Weinen. Der Abend neigte sich dem Ende zu und die Terrasse lud zu einem Verbleib bei Kaffee, Grappa und Süssigkeiten. Nach Informationen über den morgigen Tag gingen wir zurück ins Hotel, wo die Bar für uns geöffnet blieb…. Man sagt, es seien in den frühen Morgenstunden die Gesänge von "La Montanara", wahrscheinlich aus einem nahegelegenen Kloster erklungen….

Samstag, den 17. September 2016

Bereits um 07.00 Uhr fanden sich die ersten im Frühstücksraum bei herrlicher Aussicht zum Buffet ein, schliesslich hiess es im Roadbook, um 09.00 Uhr sei das Briefing in der Tiefgarage angesagt…

Wenn der kleine Panda der Grösste ist…

So standen alle um 09.00 Uhr um den kleinen Panda und hörten den Instruktionen von Dani zu. Nicht ganz einfach, 25 Ferraris aus der Garage zu manövrieren und in Abfahrtsbereitschaft zu gruppieren. Der kleine Panda schien ab den 25 Ferraris so erfreut zu sein, dass ein Dreh am Zündschlüssel genügte, den kleinen Motor zum Leben zu erwecken. Und der Kleine brüllte wie die Grossen. Ich glaube, er wäre zu gerne mit uns mitgekommen…..

Rocche dei Manzoni

Der Konvoi traf geschlossen auf dem Weingut ein und die Fahrzeuge wurden in Reih und Glied in den Innenhof gestellt. Auch diese Herausforderung meisterten die Ferraristi in beindruckender Ruhe und Gelassenheit. Um uns etwas mehr Zeit zum Einparken zu gewähren, hat sich die zweite Hälfte des Konvois, nach einer Ehrenrunde in der hügligen Landschaft, ebenfalls uns angeschlossen. Marco begrüsste uns und stellte uns Giulia vor, welche mit uns eine unvergessliche Führung durch die Gärten, die Anlagen und die verschiedenen Keller unternahm. Eindrücklich wie mit Herzblut und Engagement die Arbeit auf dem Weingut ausgeführt wird. Nach der Führung durften wir auch unter Anleitung von Marco verschiedene Weine degustieren und wer wollte durfte sich auch Weine direkt ab Hof kaufen. Die Lieferung ins Hotel wurde selbstverständlich organisiert.

Nachdem uns auch die Besitzerfamilie begrüsst hat, hiess es schon wieder Abschied nehmen auf eine kleine Ausfahrt im Konvoi, welche uns auf das Weingut "Cordero di Montezemolo" führte.

Cordero di Montezemolo

25 Ferraris fuhren bei schönstem Wetter durch die Region und bewunderten die Weinberge und die Gegend um La Morra. Von weitem sahen wir die Libanesische Zeder, welche hoch über dem Weingut thront. Mit Freude wurden wir durch Elena vom Weingut Cordero di Montezemolo empfangen. Die Jungmannschaft von Elena, Nichte von Luca Cordero di Montezemolo, fragte die Mutter schon seit Wochen, wann denn nun endlich die Ferraris kommen… Und selbstverständlich haben sich die kleinen Männer auch zwei Ferraris ausgesucht, um eine Runde mitfahren zu dürfen. Einmal bei Aldo und einmal bei Fredi (danke Euch beiden für die Taxifahrt und das unvergessliche Erlebnis der Jungmannschaft).

Elena hat uns den Familienbetrieb vorgestellt und sich direkt in die Küche verabschiedet, um unser Mittagessen vorzubereiten, während ihr Bruder Enrico uns den Hof zeigte und uns über das Handwerk des Weinbauern aufklärte. Später zu Tisch durften wir ein familiäres Essen geniessen und die Weine der Familie Montezemolo degustieren. Nach Kaffee, Grappa und Nougat mit Haselnüssen (Torrone) hiess es bereitmachen zur Ausfahrt. Diesmal sollte uns die Reise durch Weinberge, durch die Landschaft im Piemont, durch die Gegend der Kleinstädte und hinaus auf die Haselnussplantagen führen. Kaum im Ferrari zogen schwarze Wolken auf, und erste Blitze und Donnerschläge begleiteten uns. Etwas mulmig, mit 25 Ferraris im Schlepptau fuhren wir durch La Morra. Nach Sintflutartigen Regenschauern und Bächen welche sich über die Strassen bewegten, öffnete sich der Himmel und erste blauen Flecken zeigten sich und die Sonne begleitete uns abermals quer durch die Landschaften. Im Konvoi fuhren wir zurück zum Hotel, mit einem Pit-Stopp an einer vorinformierten Tankstelle, welche extra für uns die Schläuche bereit gehalten hat. 25 Ferraris haben schliesslich auch einmal Durst und eine Rast verdient….

Zurück im Hotel wurden die Ferraris wieder zum Panda gestellt und nach etwas Zeit zur persönlichen Verfügung der Teilnehmer, traf man sich zum Apéro im Hotel und kurz darauf fuhren uns zwei Busse in ein nahegelegenes Restaurant zum Nachessen.

 

Ristorante La Coccinella in Serra Valle Langhe

Alessandro, Massimo und Tiziano hiessen uns in ihrem Lokal recht herzlich willkommen. Das Lokal haben wir bis auch den letzten Platz gefüllt und ein tolles Menü begleitete uns durch den Abend. Marco hat für uns die Weine ausgesucht und uns dazu spannende und witzige sowie lehrreiche Geschichten geboten und so verging die Zeit wie im Flug. Es wurde gegessen, gelacht, getrunken und genossen….  

Kurz vor Mitternacht fuhr uns der Bus zurück in die Villa Beccaris wo die Bar für uns eine Sonderschicht einlegte. Während einige sich einen Schlummertrunk gönnten, suchten andere die Nachtlager auf und wieder andere erkundeten Monforte und insbesondere die Lokalität von Giulio. In den frühen Morgenstunden schienen die Mönche im naheliegenden Kloster "Frère Jacques" zu singen. Wahrscheinlich liegt das an der doch nahen Grenze zu Frankreich, dass diese Lieder im Piemont so beliebt zu sein scheinen….

Auf dem Zimmer gab es noch eine kleine Überraschung, in Form von handgefertigten Köstlichkeiten wie Tajarin, Nüssen, Ragout Piemontese und Chocolate Piemontese aus der Gegend….

Sonntag, den 18. September 2016

Morgenstund hat Gold im Mund, frei nach diesem Motto stand um 0700 das Frühstück bereit. Die ersten Ferraristi räumten bereits ihre Zimmer, während andere fleissig Schuhe putzten und wiederum andere bereits den Wein in die Ferraris luden…

Nach dem obligaten Panda-Briefing wurde der Konvoi aufkolloniert und pünktlich um 09.45 startete der Konvoi mit dem Ziel Mombaruzzo, in nordöstlicher Richtung. Entlang grosser und kleiner und immer kleiner werden Strassen (oder sollte ich Feldwege schreiben?) durch die Gegend Langhe Roero und Monferrato, welches im UNESCO Weltkulturerbeverzeichnis aufgenommen wurde. Nach rund einer Stunde und fünfundvierzig Minuten traf der Konvoi geschlossen und komplett bei der Distilleria BERTA ein.

Nach einer kleinen BIO Pause empfing uns Giulia zur Besichtigung und führte uns durch die Gärten, die Brennereien die Weinkeller und Parkanlagen und erklärte uns ausführlich wie schwierig und wie administrativ aufwendig das Destillieren von Grappa sei. Insbesondere auch, dass jeder einzeln produzierte Grappa eine Bewilligung der Behörde braucht und alles feinsäuberlich registriert wird. Die Distilleria wurde 1947 von Paolo Berta gegründet. Heute sind seine beiden Söhne, Gianfranco für die Produktion und Enrico ("Chicco") für den Verkauf, verantwortlich. Im Jahre 2002 wurde ein grosszügiger Neubau mit Barriquekeller und neuen Stahltanks sowie modernster Kommunikationstechnik eingeweiht. Nach der Besichtigung durften wir ein Mittagessen einnehmen, wobei uns Marco etwas über den Wein erzählte und wir noch einmal die italienische Küche schätzen lernten.

Das OK bedankte sich bei den Teilnehmern und Dani erzählte uns, wie es nach etlicher Überzeugungsarbeit dem OK gelungen ist, eine Flasche Grappa für uns herzustellen. Eine "Selezionata per Ferrari Club Switzerland" als Andenken an unsere Reise. Und weil die Autos auf der Fahrt durch das Piemont doch etwas bestaubt worden sind um nicht schreiben zu müssen, arg verdreckt wurden, gab es für jeden Teilnehmer eine Flasche zur Wiedergutmachung….

Der Präsident und das OK sagen allen Teilnehmern "MILLE GRAZIE" für die Unterstützung und dass sich so viele angemeldet haben. Und wer weiss in Zukunft könnten wir ja evt. einmal die Toskana bereisen, oder das Südtirol oder den Gardasee oder doch Venetien???

Für das OK:
Daniel Marbot, Vorstandsmitglied

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