Navigieren auf Ferrari Club Switzerland

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sprachwechsler

Inhalts Navigation

Rennsportmeeting Mugello, 1. - 3./4. Oktober 2004

04.10.2004 00:00

Der Rennsportanlass des Ferrari Club Switzerland führte dieses Jahr zur geschichtsträchtigen Hausstrecke der Scuderia Ferrari, dem Autodromo Internazionale di Mugello.

Bild Legende:

Rund 120 Personen mit über 70 Fahrzeugen trafen am Freitag Nachmittag und Abend im Park Hotel Ripaverde und dem wegen der hohen Nachfrage zusätzlich gebuchten Hotel Sonesta Golf-Ressort ein.

Der erfrischende Welcome Drink bei der Ankunft und später das köstliche Buffet mit Spezialitäten aus der Toskana haben die Mühen der Anfahrt auf den überfüllten italienischen Autobahnen schnell vergessen lassen.

An der Hotelbar fand der Abend schliesslich seinen gemütlichen Ausklang. Dabei ergab sich die Gelegenheit ausgiebig mit Freunden und alten Bekannten zu plaudern und neue Club-Mitglieder kennen zu lernen. Mit Aussicht auf die Herausforderungen der Rennstrecke am nächsten Morgen war jedoch frühe Bettruhe angesagt. In der Gewissheit, dass die "Unbestechlichen" (damit sind hier die Wachleute der VIP Security aus der Schweiz gemeint) die Ferrari draussen auf dem Hof sicher bewachen, konnte jeder einen erholsamen Schlaf geniessen.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück zeitig zur Rennstrecke. Die Vorfreude der Teilnehmer wurde noch mehr gesteigert, als man bei der Einweisung im "Paddock" die Burg von Fahrzeugtransportern, das Pirelli Reifenteam und das "VIP Hospitality Zelt" von Loris Kessel Racing erblickte.

Bei der offiziellen Begrüssung mit obligatorischem Fahrerbriefing durch unseren rennerprobten Clubpräsidenten Christian Traber kam schliesslich echte Rennatmosphäre auf. Nur die Ermahnung,"Denkt daran: Es gibt hier keine Preise zu gewinnen!", dämpfte das beginnende Rennfieber der Teilnehmer etwas ab.

Aufgeteilt in zwei Gruppen ging's endlich ab auf die Piste. Jede Gruppe konnte den Circuit abwechselnd jeweils dreissig Minuten lang beanspruchen. Beim ersten Mal wurde jede Gruppe durch den als Pacing Car fungierenden 575 Maranello von Christian Traber in die Strecke eingeführt. Einzig beim "Ladies Drive" hat dies nicht funktioniert: Die Damen waren so erpicht auf die Strecke, dass sie Christian doch glatt vergessen haben! Er konnte seine Pflicht erst ab der dritten Runde wahrnehmen und fand sich alsbald im hinteren Mittelfeld wieder.

Nach den ersten zögerlichen Runden auf der Profi-Rennstrecke gaben die Fahrer ihren Ferrari voll die Sporen. Die Rundenzeiten wurden besser und besser. An die Streckenbestzeit von Rubens Barrichello von einer Minute und 18 Sekunden bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 240 km/h kam aber keiner auch nur annähernd heran. Dies obwohl eine stattliche Zahl von Ferrari mit Rennsetup auf der Strecke waren. Das Club-Gründungsmitglied Engelbert Stieger liess sich die Gelegenheit nicht nehmen, folgenden Fahrzeugen aus seinem Museum "Freigang" zu gewähren: Ferrari 512 M, Ferrari 312 PB, Ferrari 512 BB LM und die F1 Boliden T-2 von Niki Lauda und T-4 von Jody Scheckter. Faszination pur lieferten auch die rund 20 "Taxi-Fahrten" mit Daniel Künzli in seinem roten Enzo.

Nach der harten Arbeit am Steuer waren viele Fahrer froh, sich beim Lunch im Hospitality Zelt zu erholen. Viele hatte der Eifer aber so gepackt, dass sie sofort wieder die Piste unter die Räder nahmen. Manch einer hat dabei nicht bemerkt, dass seine charmante Begleiterin in der Zwischenzeit den Ausflug in das nahe gelegene Florenz angetreten hatte.

Alle konnten den wunderschönen Tag auf ihre Weise geniessen. Sei es in Florenz, auf der Rennstrecke, bei Gesprächen im Hospitality Zelt oder in den Boxen. Für die Fahrer war dies nicht zuletzt wegen dem professionellen und unermüdlichen Einsatz der beiden Mechaniker der Ferrari-Vertretung Automobile Németh AG möglich. Diese haben vereinzelt aufgetretene Pannen schnell behoben und halfen das Setup vieler Fahrzeuge zu optimieren. Beim Pirelli Servicelastwagen konnten schliesslich viele wertvolle Tipps zu Reifendruck und -temperatur eingeholt werden. Ausserdem wurden hier die von zahlreichen Mitgliedern vorbestellten Reifen aufgezogen.

Kurz vor sechs am Abend schloss der Autodromo für diesen Tag seine Tore. Zeit sich im Hotel für den Abend frisch zu machen. Da war das Ueberraschungsgeschenk des Ferrari Club Switzerland - ein speziell gemischtes Massageöl - genau das Richtige, um die verspannten Muskeln wieder aufzulockern.

Mit dem Bus fuhren die Teilnehmer anschliessend in das romantische "Castello Mediceo di Cafaggiolo". In den geschichtsträchtigen, imposanten Sälen und Gängen des Castello wurde ein vorzüglicher Aperitif serviert. Den kulinarischen Höhepunkt des Tages bildete anschliessend das Diner im "The Gallery" Saal aus dem 16. Jahrhundert.

Nach dem Hauptgang richtete Christian Traber schliesslich das Wort an die Gäste. Er dankte allen Fahrern für ihr diszipliniertes und professionelles Verhalten auf der Strecke. Dies trug wesentlich dazu bei, dass kein einziger Zwischenfall zu verzeichnen war. Einen speziellen Dank richtete er an alle Helfer, die diesen Anlass zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. An diesem Abend konnte Christian Traber ausserdem Nicolas Kappenberger, als Vertreter von Ferrari (Suisse) SA, herzlich willkommen heissen.

Nach dem Dessert konnte der Kaffee wiederum in den prächtigen Sälen des Castello eingenommen werden. Nach dem Bustransfer zurück in die Hotels nahmen viele Teilnehmer die Gelegenheit wahr, an der Hotelbar noch einen Schlummertrunk einzunehmen.

Nach dem reichhaltigen Frühstück am Sonntagmorgen traten die meisten Teilnehmer die Heimreise an. Für diese Club-Mitglieder fand damit das dreitätige Meeting seinen Abschluss.

Die verbliebenen Teilnehmer nutzten den Tag dann zu individuellen Ausflügen in die Toskana. Der Portier des Hotels gab dafür viele wertvolle Empfehlungen. Das Wetter war absolut perfekt für einen Stadtbummel in Siena oder Florenz. Am Abend fuhren dann alle gemeinsam mit dem Car zum Nachtessen in das hoch auf einem Berg gelegene Restaurant "Casa di Caccia" ("Jägerhütte"). Da der Carfahrer die Strecke wie bei einem Bergpreis unter die Räder nahm, wird diese Fahrt den Teilnehmern wohl als eine der abenteuerlichsten in ihrem Leben in Erinnerung bleiben ...

Am Montagmorgen lichtete sich der Nebel schnell und die Teilnehmer konnten einen wunderschönen, sonnigen Tag im Autodromo di Mugello geniessen. Es waren immer nur sechs bis zehn Fahrzeuge gleichzeitig auf der Strecke. So konnte sich jeder seiner persönlichen Ideallinie auf dem Rundkurs annähern. Den ganzen Tag war "Open Bar" in den Boxen um sich zu erfrischen. Im eigenen Restaurant des Autodromo konnte ein nahrhaftes, gutes Mittagessen eingenommen werden. Alles in allem ein perfekter Tag auf einer der abwechslungsreichsten Rennstrecken der Welt!

Gegen Abend fand der Viertagesanlass dann seinen Abschluss und die Teilnehmer traten die individuelle Heimreise an. Am Abend trafen sich aber immerhin noch rund zehn Personen - sozusagen der "harte Kern" - um in Borgo San Lorenzo im besten Pastarestaurant am Platz zum Abschluss noch ein vorzügliches Abendessen zu geniessen.

 
Bericht:  Matthias Studer

Weitere Informationen.

Fusszeile